Schlagwort: gesellschaft
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Vorwärts in die Vergangenheit

Es hat etwas Ironisches, wenn die zivilisatorische Entwicklung letztlich zur Möglichkeit führt, sich bewusst dessen zu entziehen, was diese Entwicklung überhaupt möglich gemacht hat.
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Die Angst, ohne Leuchtturm zu segeln

Während wir gelernt haben, mit den Begrenzungen unserer sinnlichen Wahrnehmung umzugehen , so ist es mit der Wahrnehmung bildlich übertragener Informationen nicht ganz so einfach, da wir uns im Grunde darauf verlassen müssen, dass das, was uns unterbreitet wird, auch der Realität entspricht, und nicht eine Verzerrung, Lüge, Bildmanipulation, o.ä. ist.
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Radikalisierung durch Verschwörungstheorie

Es ist inzwischen vollkommen normal geworden, dass man ohne weiteres behaupten kann, jegliche kontroverse oder etwas aggressiv geäusserte Meinung oder Behauptung würde innert kürzester Zeit die Menschen zum Wahnsinn treiben und hierdurch Gewalt und Verbrechen säen. Dies ist auf vielerlei Art und Weise eine zutiefst perverse Verzerrung der Realität: Zum einen legt es ein verachtendes…
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Anmerkungen zur Postmoderne (8): „Ein Weib tut wenig, plaudert viel.“

Unter dem Deckmantel vermeintlich aufgeklärter Werte werden in der Postmoderne nun Dogmen verbreitet, welche zwar gewissen emotionalen Ansprüchen gerecht werden, sich aber in der Praxis als mangelhaft erweisen, diese Mängel jedoch entweder in der Diskussion unterbunden werden, oder einfach anderen Faktoren zugeschrieben werden. So verschwindet das Problem zwar nicht aus der Realität, wohl aber aus…
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Anmerkungen zur Postmoderne (7): Werte sind da, um missachtet zu werden

In dieser postmodernen Welt kommt es wieder und wieder vor, dass vorgegebene Werte mit ihrer Antithese konfrontiert werden, und die Synthese hieraus lediglich das Umgehen des ursprünglichen Wertes ist, so lange dies dialektisch begründet werden kann; salopp gesagt: mentale Gymnastik.
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Anmerkungen zur Postmoderne (6): Realität und Erkenntnis

Ein überaus bizarres Phänomen des postmodernen Zeitgeistes ist es, dass von wem eine Realität beschreibt, folglich angenommen wird, er fände diese Realität gut, oder es sei gar ein Realitätskonstrukt nach seinem eigenen gefallen.
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Anmerkungen zur Postmoderne (5): Fortschritt und Postmoderne vertragen sich schlecht

Wenn also die Verneinung der Realität, im nichtigen Versuch diese durch den Mensch zu formen, sich im Zeitgeist festsetzt, so wird die Erkenntnis von Realität nicht mehr möglich, und entsprechend auch der Fortschritt in unseren Kenntnissen der Naturwissenschaften (was schliesslich nichts anderes ist, als die Erkenntnis von Realitäten) und der Entwicklung der Technologie und der…
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Wir brauchen jemanden zu hassen; oder, die Rationalität des Irrationalen

Womöglich ist das nicht anerkennen wollen dieses menschlichen Triebes, dieser Irrationalität die uns allen inne wohnt, was zu den schlimmsten Auswüchsen führt. Wenn man das unvermeidbare leugnet geschieht es fast unweigerlich, dass dieses Unvermeidbare trotzdem ein- bzw. auftretet, jedoch in einer wilden, unkontrollierten Form, da keinerlei Bändigung dessen geschieht, da diese ja eine Anerkennung dieses…
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Elendige Intelligenz

Die besten Voraussetzungen für ein erfülltes und erfolgreiches Leben hat ohne Zweifel der mittelmässige Intellekt. Er wird nicht die Ansichten anzweifeln, die von der grossen Masse gehegt werden, er passt sich damit gut an die gesellschaftlichen Erwartungen an, die für beruflichen Erfolg notwendig sind, und er erfüllt seine Aufgaben, ohne diese auf ihre Sinnhaftigkeit zu…
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Anmerkungen zur Postmoderne (4): ‚Ist‘ und ‚Soll‘; oder, warum Journalismus nicht mehr möglich ist

Indem durch das Simulacrum nicht mehr zwischen Realität und Simulation als Grundlage für diese Dialektik unterschieden wird, werden reflexartig die Bilder gewählt, gleichgültig ob Abbild oder Simulacrum, welche den ursprünglich ersuchten Gedanken untermauern, was schliesslich eine unbewusste Selbsttäuschung zulässt, welche emotionale Ansichten, das „soll“, mit vermeintlicher Realität, dem „ist“, gleichsetzen.
