Kategorie: Essays
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Die Verehrung der Hässlichkeit

Die Schönheit zu vermeiden und zu zerstören ist die abergläubische Geisselung, welche zur Seligkeit in Form von Überwindung des Menschseins führen soll. Wenn wir aufhören, Schönheit zu erkennen, hören wir auch auf, Menschen zu sein.
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„Wer nichts glaubt, glaubt alles“

Denn nur der kann neues Wissen erlangen, der auch die Demut hat, sein Unwissen anzuerkennen. Und der Ansatz, über die grössten, unergründbaren Mysterien dieses Universums, nämlich der Schöpfung, des Lebens, des Geistes, Gewissheit zu haben, bedeutet auch, sich im Besitz der absolutesten aller Wahrheiten zu befinden.
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Vorwärts in die Vergangenheit

Es hat etwas Ironisches, wenn die zivilisatorische Entwicklung letztlich zur Möglichkeit führt, sich bewusst dessen zu entziehen, was diese Entwicklung überhaupt möglich gemacht hat.
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Realitätskonstrukt aus Angst vor Pragmatismus

Dass es heute einen so überwältigenden Einheitsbrei der Weltanschauung gibt, ergibt sich daraus, dass die Auffassung sich breit gemacht hat, es gäbe in der Tat eine ideale Lösung. Folglich liegt der Schluss nahe, dass wer diese ideale Lösung ablehnt, entweder dumm oder bösartig ist.
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Der unerträgliche Zweifel

Im Fehlen der Gewissheit, welche durch das überschaubare Bild übermittelt wird entsteht ein unerträglicher Zweifel an der Realität selber, welche somit undurchdringbar wird. Aus diesem Grund entsteht der Wille, sich wider jeder Offenlegung an das ursprüngliche Bild zu klammern, um so den Anschein von Erkenntnis, von Klarheit, von Wahrheit im eigenen Geist zu erhalten.
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Anmerkungen zur Postmoderne (9): Die Fassade einer Wertvorstellung

Warum pocht man so sehr auf die Wertvorstellung der Meinungsfreiheit, welche uns so viel besser macht als die bösen Autokratien mit ihrer Zensur, und fordert zugleich konstant Zensur von Meinungen und Auffassungen die man nicht mag, welche aber ganz klar innerhalb der gesetzlichen Grenzen sind?
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Die Angst, ohne Leuchtturm zu segeln

Während wir gelernt haben, mit den Begrenzungen unserer sinnlichen Wahrnehmung umzugehen , so ist es mit der Wahrnehmung bildlich übertragener Informationen nicht ganz so einfach, da wir uns im Grunde darauf verlassen müssen, dass das, was uns unterbreitet wird, auch der Realität entspricht, und nicht eine Verzerrung, Lüge, Bildmanipulation, o.ä. ist.
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Radikalisierung durch Verschwörungstheorie

Es ist inzwischen vollkommen normal geworden, dass man ohne weiteres behaupten kann, jegliche kontroverse oder etwas aggressiv geäusserte Meinung oder Behauptung würde innert kürzester Zeit die Menschen zum Wahnsinn treiben und hierdurch Gewalt und Verbrechen säen. Dies ist auf vielerlei Art und Weise eine zutiefst perverse Verzerrung der Realität: Zum einen legt es ein verachtendes…
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Anmerkungen zur Postmoderne (8): „Ein Weib tut wenig, plaudert viel.“

Unter dem Deckmantel vermeintlich aufgeklärter Werte werden in der Postmoderne nun Dogmen verbreitet, welche zwar gewissen emotionalen Ansprüchen gerecht werden, sich aber in der Praxis als mangelhaft erweisen, diese Mängel jedoch entweder in der Diskussion unterbunden werden, oder einfach anderen Faktoren zugeschrieben werden. So verschwindet das Problem zwar nicht aus der Realität, wohl aber aus…
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Anmerkungen zur Postmoderne (7): Werte sind da, um missachtet zu werden

In dieser postmodernen Welt kommt es wieder und wieder vor, dass vorgegebene Werte mit ihrer Antithese konfrontiert werden, und die Synthese hieraus lediglich das Umgehen des ursprünglichen Wertes ist, so lange dies dialektisch begründet werden kann; salopp gesagt: mentale Gymnastik.
