Kategorie: Essays
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Anmerkungen zur Postmoderne (6): Realität und Erkenntnis

Ein überaus bizarres Phänomen des postmodernen Zeitgeistes ist es, dass von wem eine Realität beschreibt, folglich angenommen wird, er fände diese Realität gut, oder es sei gar ein Realitätskonstrukt nach seinem eigenen gefallen.
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Anmerkungen zur Postmoderne (5): Fortschritt und Postmoderne vertragen sich schlecht

Wenn also die Verneinung der Realität, im nichtigen Versuch diese durch den Mensch zu formen, sich im Zeitgeist festsetzt, so wird die Erkenntnis von Realität nicht mehr möglich, und entsprechend auch der Fortschritt in unseren Kenntnissen der Naturwissenschaften (was schliesslich nichts anderes ist, als die Erkenntnis von Realitäten) und der Entwicklung der Technologie und der…
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Wir brauchen jemanden zu hassen; oder, die Rationalität des Irrationalen

Womöglich ist das nicht anerkennen wollen dieses menschlichen Triebes, dieser Irrationalität die uns allen inne wohnt, was zu den schlimmsten Auswüchsen führt. Wenn man das unvermeidbare leugnet geschieht es fast unweigerlich, dass dieses Unvermeidbare trotzdem ein- bzw. auftretet, jedoch in einer wilden, unkontrollierten Form, da keinerlei Bändigung dessen geschieht, da diese ja eine Anerkennung dieses…
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Elendige Intelligenz

Die besten Voraussetzungen für ein erfülltes und erfolgreiches Leben hat ohne Zweifel der mittelmässige Intellekt. Er wird nicht die Ansichten anzweifeln, die von der grossen Masse gehegt werden, er passt sich damit gut an die gesellschaftlichen Erwartungen an, die für beruflichen Erfolg notwendig sind, und er erfüllt seine Aufgaben, ohne diese auf ihre Sinnhaftigkeit zu…
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Anmerkungen zur Postmoderne (4): ‚Ist‘ und ‚Soll‘; oder, warum Journalismus nicht mehr möglich ist

Indem durch das Simulacrum nicht mehr zwischen Realität und Simulation als Grundlage für diese Dialektik unterschieden wird, werden reflexartig die Bilder gewählt, gleichgültig ob Abbild oder Simulacrum, welche den ursprünglich ersuchten Gedanken untermauern, was schliesslich eine unbewusste Selbsttäuschung zulässt, welche emotionale Ansichten, das „soll“, mit vermeintlicher Realität, dem „ist“, gleichsetzen.
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Anmerkungen zur Postmoderne (3): „Mach nicht so ein Gesicht“

So lange man ein passendes Bild der Realität aufzeichnen kann, ist es nicht weiter wichtig, ob dieses auch tatsächlich der Realität treu ist, oder in Form eines Simulacrum etwas zeigt, was gar nicht existiert. So erklärt sich das Phänomen, dass während die Realität an sich im öffentlichen Diskurs immer mehr durch Dualismen beschrieben wird, richtig-falsch,…
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Anmerkungen zur Postmoderne (2): Demokratie als perfekte Tyrannei

Seit nunmehr über zwei Jahren werden die ordentlichen Vorgehensweisen der Politik regelmässig ausser Kraft gesetzt: Erst wegen Corona, jetzt wegen des Krieges, oder besser gesagt wegen der Konsequenzen unseres Wirtschaftskrieges, und falls dies wider der geopolitischen Machenschaften für einen neuen scheinbar endlosen Krieg mal vorüber sein sollte, so steht bereits die „Klimakrise“ als Begründung bereit,…
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Anmerkungen zur Postmoderne (1): Von Archetypen und Stereotypen

Indem die Bedeutung von Archetypen in den Hintergrund rückt, und stattdessen die Identitäten zum Hauptaugenmerk werden, verlieren die Geschichten im Grunde ihre raison d’être, da sie keinen wirklich substanziellen Inhalt mehr besitzen.
