Schlagwort: philosophie
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Selbsthass

Der rationale, differenzierte und pragmatische Diskurs erfordert ein delikates Gleichgewicht, um nicht in plumpe Schwarzweissmuster zu fallen, einerseits Chauvinismus, andererseits Selbsthass.
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Nach der Dekonstruktion

Die Leere, die von der Dekonstruktion der gemeinsamen Identität und damit der gesellschaftlichen Strukturen übrig bleibt, macht die Gesellschaft zu einem Behälter, der durch den Zeitgeist befüllt werden, und ebenso wieder entleert werden kann.
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Von Individuum und Kollektiv

Ein Urteil über ein Kollektiv zu fällen, ist nicht gleich der Behauptung, diese Eigenschaft würde jedem Individuum dieses Kollektivs inne wohnen.
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Anmerkungen zur Postmoderne (11): Nach der Dekonstruktion

Wenn in einer Gesellschaft jeder nur konstant auf Kriegsfuss mit dem Nächsten ist, ist auch keiner bereit, irgend einen Kompromiss zu finden.
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Anmerkungen zur Postmoderne (10): Von der Doppelmoral

Ein Massstab kann nur innerhalb der Abgrenzung einer Realitätserkenntnis existieren, und muss nur innerhalb dieser kohärent sein. Das Problem der Doppelmoral liegt somit nicht in dieser als solche, sondern im Aufprall unterschiedlicher Realitätserkenntnisse.
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Die Verehrung der Hässlichkeit

Die Schönheit zu vermeiden und zu zerstören ist die abergläubische Geisselung, welche zur Seligkeit in Form von Überwindung des Menschseins führen soll. Wenn wir aufhören, Schönheit zu erkennen, hören wir auch auf, Menschen zu sein.
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„Wer nichts glaubt, glaubt alles“

Denn nur der kann neues Wissen erlangen, der auch die Demut hat, sein Unwissen anzuerkennen. Und der Ansatz, über die grössten, unergründbaren Mysterien dieses Universums, nämlich der Schöpfung, des Lebens, des Geistes, Gewissheit zu haben, bedeutet auch, sich im Besitz der absolutesten aller Wahrheiten zu befinden.
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Realitätskonstrukt aus Angst vor Pragmatismus

Dass es heute einen so überwältigenden Einheitsbrei der Weltanschauung gibt, ergibt sich daraus, dass die Auffassung sich breit gemacht hat, es gäbe in der Tat eine ideale Lösung. Folglich liegt der Schluss nahe, dass wer diese ideale Lösung ablehnt, entweder dumm oder bösartig ist.
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Der unerträgliche Zweifel

Im Fehlen der Gewissheit, welche durch das überschaubare Bild übermittelt wird entsteht ein unerträglicher Zweifel an der Realität selber, welche somit undurchdringbar wird. Aus diesem Grund entsteht der Wille, sich wider jeder Offenlegung an das ursprüngliche Bild zu klammern, um so den Anschein von Erkenntnis, von Klarheit, von Wahrheit im eigenen Geist zu erhalten.
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Anmerkungen zur Postmoderne (9): Die Fassade einer Wertvorstellung

Warum pocht man so sehr auf die Wertvorstellung der Meinungsfreiheit, welche uns so viel besser macht als die bösen Autokratien mit ihrer Zensur, und fordert zugleich konstant Zensur von Meinungen und Auffassungen die man nicht mag, welche aber ganz klar innerhalb der gesetzlichen Grenzen sind?
