
Ein dunkler Schatten glitt durch die Gassen Zürichs, unbemerkt wie ein Phantom beobachtete der Basler besorgt die Entwicklung in dieser Stadt. Es schien fast schon, als würden nur noch Migranten in dieser Stadt leben. Woher kamen diese ganzen Leute auf einmal? Währenddessen wurden die einfachen Arbeiter zur Armut getrieben. Das war nicht die Idee, auf welcher die Schweiz gegründet worden war, dachte der Basler. Nein, dieses Land war gegründet worden, um den Reichtum korrupter Diktatoren aus Dreckslochländern zu verwalten, und hiermit Wohlstand für alle Schweizer – und nur für Schweizer – zu schaffen. Und nun lagen diese einfachen Leute auf den Strassen herum, unfähig sich Nutten und Koks zu leisten.
„Bitte, eine Scheibe Fleischkäse“, hörte der Basler einen jungen Bankarbeiter betteln. So weit war es gekommen, er bettelte nicht um Nutten oder Koks, sondern nur noch um das einfachste Gut: Fleischkäse.
„Warum liegst du auf der Strasse?“, fragte der Basler.
„Wir wurden aus unseren Häusern geworfen“, antwortete der Bankarbeiter, „wir alle, sieh nur.“ Er deutete auf die dutzenden Bankarbeiter, die nur auf dieser Strasse bettelten, aber von den vorbeilaufenden migrantischen Grossfamilien ignoriert wurden.
Dem Basler fielen zwei Beamte auf, die einen Wohnungsblock betraten. Die zwei waren auffällig, weil sie die einzigen Einheimischen waren, die nicht halb verhungert auf der Strasse lagen und bettelten. Still und leise, wie ein unbemerkter Schatten an der Wand, folgte der Basler diesen zwei Beamten. Sie stiegen die Treppen bis in die dritte Etage, und läuteten an der Wohnungstür von Eva, der Zürcherin. Bald schon öffnete sie die Tür, eine einfache zürcher Dirne, die sich offensichtlich zur Arbeiterklasse zählte, doch ihr Gesicht war blass und abgezehrt, wie es das Gesicht von jemandem war, der seit sehr langer Zeit keinen Fleischkäse mehr gegessen hatte.
„Schönen guten Tag“, sagte einer der Beamten mit einem hämischen Grinsen im Gesicht, „wir sind von der Stadtverwaltung.“
„Oh nein“, sagte die Frau, und hielt sich an der Türklinke fest, um in ihrer Schwäche nicht umzufallen.
„Wir kommen um sie zu informieren, dass sie ihre Wohnung zu räumen haben, damit hier Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht werden können.“
„Aber wo soll ich denn dann hin? Es gibt ja keine freien Wohnungen in Zürich. Überall wohnen Flüchtlinge und Migranten“, antwortete die junge Zürcherin.
„Nun, sehen sie, die Sache ist so, das was sie sagen geht uns, nun ja, am Arsch vorbei. Sie privilegierte weisse Frau haben gefälligst für diese armen, vertriebenen Menschen, die im Porsche Cayenne unten warten, ihre Wohnung aufzugeben. Und zwar zackig. Sie haben eine Woche zeit. Dann werden sie mit Gewalt aus dieser Wohnung entfernt“, erklärte der Beamte. Die junge Dame begann zu weinen.
„Bis bald und machen sie es gut“, spottete der Beamte, dann gingen sie wieder nach unten.
Als die Dame die Tür schloss und sich umdrehte, sah sie plötzlich den Basler vor sich.
„Basler!“, sagte sie überrascht, „du hier.“
„Was war das soeben?“, fragte der Basler. Die Zürcherin zuckte mit den Schultern.
„Du hast es ja gehört, wir werden aus unseren Wohnungen geworfen, um für benachteiligte Leute Platz zu machen.“
„Diese Leute da unten in ihrem Luxusauto scheinen mir nicht sehr benachteiligt“, antwortete der Basler. Erneut zuckte die Dame mit den Schultern.
„Ich… ich weiss es nicht…“, sie setzte sich auf einen Sessel, „Basler, ich bin zu schwach, ich habe seit Wochen keinen Fleischkäse mehr gegessen. Irgend etwas seltsames geht hier vor… bitte Basler, du musst uns helfen, niemand anderes kann das tun.“
Als sie den Blick erhob, war niemand mehr in ihrem Wohnzimmer.
Bürgermeister Lappi kippte sich derweil eine weitere Linie Koks in den Kaffee, rührte um, und betrachtete aus dem Fenster seines Büros im Rathaus wie die armen Arbeiter alle zu Obdachlosen wurden, während die Stadt Zürich immer mehr von Migranten und Ausländern übernommen wurde.
„Deine Stadt ist auch nicht mehr was sie mal war“, sagte der Basler. Lappi erschrak als er die vertraute Stimme hörte. Er drehte sich um, und sah den Mann in der schwarzen Kutte und der Augenmaske vor sich.
„Es ist… eine schwierige Situation. Wir müssen doch unsere humanitäre Pflicht erfüllen. Das solltest du besser wissen als jeder andere“, sagte Bürgermeister Lappi, „die schlechte Konjunktur hilft da nicht, das stimmt natürlich.“
„Alles was ich weiss, ist dass einfache Leute aus ihren Wohnungen geworfen werden, um für irgendwelche ausländischen Bonzen Platz zu machen“, sagte der Basler.
„Aber Basler, mein lieber Basler, diese Leute flüchten vor Krieg und Armut, wir können sie doch nicht abweisen“, sagte Lappi.
„Und stattdessen treibst du unsere eigenen Mitbürger in die Armut? Deine Phrasen ziehen bei mir nicht, Lappi. Ich weiss genau was hier läuft.“
Lappis Unschuldslammgesicht wandelte sich im Bruchteil einer Sekunde zu einem boshaften Lächeln.
„Du verfluchter Gutmensch hast doch keine Ahnung, worum es hier geht“, sagte Lappi scharfzüngig, „es geht um Geld, es geht um Macht, es geht um die Kontrolle vom Fleischkäse!“
„Deine Position ist dir zu Kopf gestiegen, Lappi. Du bist vollkommen durchgedreht.“
„Wir brauchen Leute wie dich nicht mehr, Basler. Weder dich noch den Wanst aus Schaffhausen. Ihr seid ein Auslaufmodell, die Vergangenheit. Die Zukunft gehört unserer rot-grünen Herrschaft. Bald werden alle Einwohner Zürichs nur noch Migranten und Flüchtlinge sein, allesamt Transsexuell und nur noch mit veganer Ernährung. So gut wie niemand wird in den Wahlen überhaupt noch stimmberechtigt sein, und die wenigen die es sind, sind zu Schwach um überhaupt noch an die Urnen zu gehen. Wir werden für immer und ewig regieren, denn man kann uns dann nicht mehr abwählen!“, sagte Lappi, und lachte dann teuflisch.
„Verdammt Basler, ich wusste dass es schlimm war, aber so sehr“, sagte der Wanst als er neben dem Basler im Baslermobil sass.
„Es ist viel schlimmer, als wir es uns jemals vorgestellt hätten“, antwortete der Basler.
„Aber was hast du nun vor? Und wo fahren wir überhaupt hin?“, fragte der Wanst.
„Wir müssen dieses Problem an der Wurzel packen: Die einfachen Arbeiter in Zürich können sich nicht gegen Lappis Tyrannei wehren, weil sie von der veganen Ernährung so geschwächt sind.“
„Was können wir dagegen tun?“, fragte der Wanst.
„Ich habe in Erfahrung bringen können, dass heute Abend eine Ladung Fleischkäse nach Zürich kommen soll, die man aber an der Stadtgrenze aufhalten wird. Wir werden uns darum kümmern, dass das nicht so ist.“
„Grossartig“, sagte der Wanst, „was muss ich tun?“
„Nun, erst einmal wirst du das hier anziehen“, sagte der Basler, und griff vom Rücksitz ein Kleid mit Blümchenmuster und eine Blonde Perücke, die er dem Wanst hinhielt.
„Was – was soll ich damit?“
„Du musst es anziehen, damit du unser Köder sein kannst“, erklärte der Basler. Der Wanst schaute bedrückt auf seine Verkleidung. Sie hielten wenig Später an der Strassenseite. Der Wanst hatte sich nun als Frau gekleidet.
„Du musst so tun, als hätte dein Auto einen Platten“, sagte der Basler, „und wenn der Lastwagen mit dem Fleischkäse kommt, werden die Chauffeure aussteigen um dir zu helfen.“
„Aber warum musste ich mich dann so dämlich verkleiden?“, fragte der Wanst irritiert.
„Ganz einfach, nichts ist für einen Lastwagenchauffeur anziehender, als eine grotesk übergewichtige Frau. Keiner dieser Männer könnte dir widerstehen, nicht einmal wenn er schwul wäre, was sehr wahrscheinlich ist, denn die meisten Lastwagenchauffeure sind schwul.“
Der Wanst seufzte.
„Pass auf“, zischte der Basler, „ich glaube sie kommen.“
Er versteckte sich im Gebüsch, während sich der Wanst zum Vorderreifen des Baslermobils hin bückte, damit sein gewaltiger, raumgreifender Hintern gut zur Geltung käme. Als der Lastwagen schon nah war, winkte er hin.
„Hallo, hallo“, sagte er mit Fistelstimme, „bitte ich brauche Hiiiilfe.“
Der Lastwagen machte eine Vollbremsung, und der Chauffeur und sein Partner lehnten sich sofort mit kugelrunden Augen aus dem Fenster. Sie stiegen sofort aus, und liefen auf den Wanst zu.
„Gnädige Frau, wir stehen ihnen zu Diensten, was auch immer sie brauchen, wir werden –“
Sie verstummten plötzlich, der Basler war aus dem Gebüsch erschienen, und mit einem gekonnten Schlag von hinten hatte er beide Lastwagenchauffeure ohnmächtig gemacht.
„Wahnsinn“, sagte der Wanst, „wie hast du das gemacht?“
„Das ist der Herzlschlag“, antwortete der Basler, „eine geheime Kampftechnik aus Basel, damit kann man von hinten jemanden Bewusstlos schlagen, ohne dass er irgend etwas merkt. Diesen unschuldigen Lastwagenchauffeuren wird nichts passieren, ausser dass sie in ein Paar Stunden mit Kopfschmerzen erwachen werden. Los, jetzt ziehen wir uns deren Uniformen an.“
Anschliessend stiegen sie, als Lastwagenchauffeuren getarnt, wieder in den Lastwagen und fuhren weiter. Nach kurzer Zeit erreichten sie den Stadtrand. Ein grosser Zaun grenzte die Stadt ab, und nur durch stark bewachte Kontrollpunkte war der Zugang gestattet.
„Was sind das für Leute?“, fragte der Wanst, und deutete auf einige Personen die seltsame, bunte Uniformen trugen.
„Das sind die Rotgrünsoldaten“, antwortete der Basler, „die neuen Elitetruppen von Lappis Regime. Wir müssen vorsichtig sein. Lass mich das Reden übernehmen.“
Sie fuhren bis zum Grenzpunkt, wo ein Rotgrünsoldat sie mit erhobener Hand aufforderte anzuhalten.
„Sie bringen wohl die Ladung Fleischkäse?“, fragte der Wachmann.
„Nun ja, nicht ganz“, sagte der Basler, „wir bringen den neuen veganen Fleischkäse. Er soll die vegane und CO2-neutrale Ernährung der Stadt Zürich gewährleisten.“
Der Soldat tauschte mit seinem Kollegen verdächtige Blicke aus.
„Veganer Fleischkäse?“, fragte er, „hast du etwas davon gehört?“
Der andere zuckte mit den schultern.
„Hier, probieren sie doch eine Scheibe“, sagte der Basler, und reichte den Soldaten jeweils eine Scheibe Fleischkäse. Diese sahen ihn sich kurz an, und nahmen dann einen Biss. Sofort gingen beide in Flammen auf, sie gaben Schreie von sich, die durch Mark und Bein gingen, bis sie dann verkohlt auf den Boden fielen.
„Heiliges Quöllfrisch, was war das?“, fragte der Wanst.
„Du siehst, Wanst, diese Rotgrünsoldaten legen einen Bluteid auf die Vegane Ernährung ab. Wenn sie jemals Fleisch essen sollten, werden sie einen feurigen Tod erleiden, und ihre Seelen müssen tausend Jahre der Verdammnis erleiden.“
Der Wanst war sprachlos, vor dieser Boshaftigkeit des rot-grünen Regimes.
„Los, wir müssen weiter, bevor jemand merkt, dass wir durchgekommen sind“, sagte der Basler, und beschleunigte den Lastwagen in Richtung Zürich.
Schon der ungewohnte Lärm eines Verbrennungsmotors scheuchte die ganzen halb verhungerten Obdachlosen auf. Sie sahen sogleich den Fleischkäselastwagen, welcher die Türen hinten geöffnet hatte, von wo aus der Wanst grosszügig Fleischkäse den Leuten zuwarf. Es dauerte nicht lange, bis sich die Polizei dieser Sache annahm, doch gestärkt von dieser selten gewordenen Mahlzeit, hatten die Arbeiter von Zürich neue Kraft gefunden, um die Ordnungskräfte zurückzudrängen. Als diese sahen, dass sie es mit starken, von Fleischkäse ernährten Menschen zu tun haben, nahmen sie kurzerhand die Beine in die Hand und flohen. Sie hätten etwas gegen schwächliche Veganer ausrichten können, aber nicht gegen diese Leute.
Die junge Eva, die bald schon aus ihrer Wohnung vertrieben werden sollte, konnte von ihrer veganen Unterernährung kaum noch gerade sehen, und meinte es sei nur eine Einbildung, als vor ihr der Zürcher stand, und ihr eine dicke Scheibe Fleischkäse hinhielt. Als sie diesen verzehrte, bekam sie sogleich wieder Farbe im Gesicht, sie konnte wieder klar sehen und klar denken.
„Oh, Basler, wie kann ich dir jemals danken“, sagte sie, den Tränen nahe, „aber man wird mich in kürze trotzdem aus der Wohnung werfen. Horch, ich glaube die Beamten kommen bereits.“
„Mach dir keine Sorgen, ich weiss, wie man mit solchen Bestien umzugehen hat“, sagte der Basler selbstsicher.
Schon kurz darauf läutete es an der Tür. Eva schaute besorgt zum Basler, dieser aber winkte ihr zu, dass sie die Türe öffnen sollte. Wie erwartet, standen dort die zwei schmierigen Beamten mit einem Beschluss, der Eva zwingen sollte, die Wohnung zu räumen.
„Nun, gute Frau, die Zeit ist abgelaufen“, sagte der Beamte, „sie müssen aus dieser Wohnung jetzt raus. Und zwar sofort!“
„Ich denke, sie haben da einen Fehler gemacht“, sagte der Basler und trat zu den Beamten, welche sofort erschraken als sie diesen Helden der einfachen Leute und Schrecken von Politikern, Beamten und linken Lumpen sahen.
„Der Basler von Zürich!“, rief der Beamte.
„Komm, lass uns verschwinden“, sagte der andere Beamte.
„Nein, nichts da. Dieses Papier ist ein rechtskräftiger Beschluss, du kannst nichts dagegen tun, du verdammter Basler.“
Eva schaute flehend zu ihrem Helden hin.
„Nun, meine Herrschaften, ich bitte sie, beobachten sie dieses Stillleben hier“, sagte der Basler und deutete auf den Wanst, welcher es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte, und sich dort mit Bier und Chips vollstopfte.
„Wie sie sehen, hat dieses gute Fräulein bereits einen Flüchtling bei sich aufgenommen. Gemäss geltender Gesetzgebung ist es verboten, Flüchtlinge aus ihrer Wohnung zu werfen.“
Die Beamten tauschten verwirrte Blicke aus.
„Das… das ist richtig. Er hat recht! Verdammt noch mal!“
„Er ist einfach zu schlau für uns, lass uns verschwinden“, flehte der zweite Beamte, und beide machten sogleich kehrt, und liefen so schnell sie konnten die Treppen hinunter.
„Verflucht seist du Basler, das wirst du uns heimzahlen!“, rief der Beamte auf dem Weg nach draussen.
„Danke, danke!“, sagte Eva, und warf sich um den Basler. Dieser wies sie sachte ab.
„Mein Werk hier ist getan. Komm, Wanst. Es gibt noch immer viel Ungerechtigkeit in dieser Stadt, welche wir bekämpfen müssen.“
Und mit diesen Worten verschwanden die Beiden durchs Fenster in den wilden Dschungel aus Zement.





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